Rote Rüben und Kürbis - Superfood für deinen Hund - Tipps zur Hundeernährung Teil 2


Der Begriff Superfood und einige sogenannte Superfoods wurden bereits im letzten Blog Beitrag näher erläutert. Im folgenden Beitrag werden euch weitere Superfoods vorgestellt, die für die Gesundheit und natürlich auch für euch einen großen gesundheitlichen Mehrwert haben.

Wie im 1. Teil unserer mehrteiligen Blog-Reihe zum Thema Ernährung bereits erklärt, sind Superfoods bestimmte Lebensmittel, die eine hohe Nährstoffdichte besitzen und in einer bestimmten Form gut für den Organismus sind, also beispielsweise aufgrund eines hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalts eine positive Wirkung auf den Köper haben.

Auch unsere Hunde benötigen nährstoffreiches Futter, um den Organismus gesund zu halten. Superfoods eigenen sich als Ergänzung hervorragend, um eine optimale Nährstoffverteilung zu erzielen. In diesem Beitrag möchte ich euch ein paar Klassiker vorstellen die in der Hundeernährung nicht fehlen sollten.

Die Rote Rübe ist einer dieser Klassiker

Das rote Winterwurzelgemüse findet man beinahe zu jeder Jahreszeit im Gemüseregal der Supermärkte, oder fertig gekocht, abgepackt im Kühlregal. Das sehr nährstoffreiche Produkt enthält eine Reihe positiver Stoffe:

  • Anti-oxidative Verbindungen sorgen für die Aufrechterhaltung der Zellen
  • Vitamin C und
  • Folsäure sind wichtig für das Immunsystem
  • Mangan
  • und Kalium.

Der leicht süßlich, erdige Geschmack ist bei vielen Hunden beliebt. Die Rote Rübe ist, nach derzeitigem Wissensstand für Hunde nicht giftig (ASPCA), von einigen Experten wird sie sogar empfohlen.

In welcher Menge ist die Rote Rübe passend für deinen Hund?

Welche Menge optimal für deinen Hund ist, muss individuell entschieden werden. Es sollte mit einer kleinen Menge begonnen werden, welche allmählich gesteigert werden kann. Die Rote Rübe sollte allerdings immer eine "Beilage" bleiben.

Hinweis: Die natürlicherweise in der Roten Rübe enthaltenen Oxalate können für Hunde problematisch sein. Hier sind vor allem Hunden mit einer erhöhten Anfälligkeit für Nieren- und Blasensteinen hervorzuheben. Auch ist der Säureanteil relativ hoch, dieser kann bei manchen Hunden zur Entstehung von Magenproblemen und Durchfall führen.

Unser Tipp: Wir raten dir daher: Rote Rübe JA, aber in Maßen.

Roh oder gekocht?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in welcher Form du die Rübe deinem Hund füttern kannst, hier ist Individualität und Abwechslung gefragt.

1. Der einfachste Weg: Rote- Beete Granulat bzw. Rote-Rüben Granulat

Schonend verarbeitet und ohne Zusatzstoffe wird dieses Granulat einfach über das Futter gestreut. Ein farblich sehr schönes und gesundes Topping.
Die Rübe ist auch oft eine Zutat in diversem Hundefutter oder in Leckerlies.

2. Leicht gekochte Rüben, geraspelt oder fein geschnitten.

In dieser Form sind die Rüben gut verdaulich und können auch als Leckerli zwischendurch gegeben werden. Achte auf deine Finger - die Rüben färben sehr schnell auf die Haut ab. Im Supermarkt findet man Rote Rüben gekocht das ganze Jahr über.

3.Geschält und roh

Bietest du deinem Hund die Rübe roh an, solltest du besonders auf die Verträglichkeit achten. Rohes Gemüse wird von manchen Hunden nicht optimal vertragen. Beginne mit kleinen Portionen und steigere diese. Die Rübe sollte allerdings als Beigabe bzw. Topping verwendet werden und ersetzt keine Mahlzeit für deinen Hund.

Wichtig: Zwar sind Allergien kaum möglich, dennoch solltest du bei den ersten Fütterungen auf eventuelle allergische Reaktionen achten.

Fazit- Rote Rübe

Die sehr gesunde, knallige Rübe ist nicht nur für uns Menschen gesund. Auch für Hunde ist diese Gemüsesorte in Maßen eine sehr gute Ergänzung. 

Kürbis, Kürbiskernöl und Kürbiskernprotein

Kürbis, ein wahrer Alrounder.

Das kohlenhydratreiche Herbstgemüse ist für dich und deinen Hund sehr gesund. Kürbis ist reich an essentiellen Stoffen für den Organismus.

  • Kürbis enthält Mineral- und Spurenelemente (Kalium, Zink, Eisen und Magnesium), sind wichtig für die Knochen und Muskulatur.
  • Kürbis enthält auch zahlreiche Vitamine, die das Immunsystem stärken.

Außerdem wird dem Kürbis eine entzündungshemmende und Immunsystem stärkende Wirkung nachgesagt. Des Weiteren kann sich der Kürbis positiv auf die Blasenfunktion auswirken.

Kürbis als Superfood für den Hund

Bei der Fütterung von Kürbis sollte darauf geachtet werden, dass Esskürbis und nicht Zierkürbis gefüttert wird. Dies ist vor allem bei Kürbis aus dem Garten problematisch. Hier kann es durch die vielen Sorten passieren, dass unabsichtlich der falsche Kürbis gepflanzt bzw. dann verfüttert wird.

Hinweis: Für Hunde problematisch sind die bitter schmeckenden Cucurbitacine. Diese Verbindungen kommen in manchen Kürbissorten, vor allem Zierkürbissen vor.  Bei Hunden führt eine erhöhte Konzentration dieser bitteren Verbindung zu Erbrechen, Speichelfluss und Durchfall. (Dieselben Symptome zeigen auch Menschen, allerdings reicht eine wesentlich geringere Konzentration beim Hund aus, um diese Symptome auszulösen). In zu hohen Konzentrationen kann es auch tödlich enden. Bist du dir daher nicht sicher, frag lieber noch einmal nach.

Beliebte Sorten: Hokkaido und Butternuss.

Wie wird Kürbis gefüttert?

  • Gekocht bzw. gegart und klein geschnitten
  • Kürbis kann als Leckerli verwendet werden oder dem Futter beigemischt werden.

Grundsätzlich gilt: die Hundeernährung sollte zu ca. 30% aus Kohlenhydraten bestehen. Kürbis hat einen relativ hohen Anteil davon und ist damit eine gute Kohlenhydratquelle. Rund 50% der enthaltenen Kohlenhydrate sind Ballaststoffe, also komplexe Kohlenhydrate die nicht, bzw. nur minimal verdaut werden. Darum ist die Verarbeitung des Kürbis sehr wichtig und sollte nicht roh verfüttert werden. Durch Garen oder Kochen wird ein Teil dieser komplexen Strukturen gespalten und dem Dünndarm zugänglich gemacht. Dadurch können die Stoffe besser aufgenommen werden. 

Hinweis: Kürbis ist besonders gut bei Durchfall geeignet, die enthaltenen Ballaststoffe regulieren natürlich die Darmtätigkeit und binden überschüssiges Wasser. Bei Magen-Darmproblemen sollte generell die pürierte Variante bevorzugt werden, da diese leicht verdaulich ist.

 

Superfood: Kürbiskerne und Kürbiskernöl für den Hund

Ja und ja- aber in Maßen.

Kürbiskerne sind reich an Mangan und Zink. Für eine optimale Aufnahme im Organismus sollten diese fein gehackt oder gemahlen werden und anschließend mit dem Futter vermengt werden (max. 1 Teelöffel pro Tag).

Kürbiskernöl, ein dunkelgrünes, sattes Öl aus den Kürbiskernen

  • Kürbiskernöl wird kalt gepresst und sollte daher nicht erhitzt werden
  • Es ist reich an essentiellen Fettsäuren (Omega 3 und Omega 6)
  • Kürbiskernöl enthält Vitamin E und
  • stärkt das Immunsystem des Hundes.

Kaum ein Hund mag Kürbiskernöl vom Löffel schlecken, unter das Futter gerührt ist es allerdings optimal für die Hundegesundheit. Die Tagesdosis sollte ungefähr bei ½ bis 1 Teelöffel liegen (bei einem mittelgroßen Hund).

Zu guter letzt- ein Newcomer: Kürbiskernprotein

  • Ist ein pflanzliches Protein,
  • es besteht zu mehr als 50% aus reinem Protein und
  • enthält eine Reihe von essentiellen Aminosäuren.

Hunde sind Fleischfresser und können daher das Protein aus Fleisch optimal zu körpereigenem Eiweiß um- bzw. abbauen. Ob und wenn ja, wie viel von pflanzlichem Protein in körpereigenes Eiweiß umgebaut werden kann ist bis dato noch nicht geklärt. Einen Versuch ist es dennoch Wert, diese Superfood als Topping zum normalen Futter zu geben. Hier ist die Menge variabel, sollte allerdings wirklich nur ein Topping sein. Achte bei der Fütterung auf Veränderung des Stuhls oder des Urins- bzw. auf Durchfall.

Für uns Menschen ist das Kürbiskernprotein eine optimale Ergänzung und kann ohne schlechtem Gewissen verzehrt werden. Eine optimale Proteinquelle die leicht nussig schmeckt. Weg von Proteinpulver Herstellern hin zu Steirischen Bauern als Proteinquelle (das hat wohl auch schon der Arnie gewusst) Enjoy :)

Kürbiskernöl und auch Kürbiskernprotein erhältst du in top Qualität hier: vulkanland-huber.at

Fazit zu Kürbis und Produkten daraus

Kürbis tut nicht nur uns Menschen gut, auch unseren lieben Vierbeinern schmeckt Kürbis und ist gesund für deren Organismus. Generell kann Kürbis und dessen Samen bzw. Kerne gefüttert werden, allerdings in Maßen. Achte allerdings auf die Verarbeitung und auch auf die Sorte. Zierkürbisse dürfen nicht gegeben werden!

Kürbis ist eine hervorragende Kohlenhydratquelle. Das Öl ist eine optimale Fettquelle, allerdings hier nur wenig dem Futter untermengen. Das Kürbisprotein ist bis dato sehr neu und stellt eine sehr gute Proteinquelle da, allerdings ist die Verfügbarkeit für den Hund noch nicht geklärt.

Wie gehts weiter?

Im nächsten Blog Beitrag werden weitere Superfoods besprochen. Dann geht es vor allem um den Allrounder Karotte und dem Newcomer Hanf. Außerdem stelle ich euch ein Rezept vor, dass euer Hund gerade im Sommer lieben wird. 

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